Who cares? Veranstaltungsreihe

Who Cares? – das Event geht weiter -
9 Veranstaltungen im Feb. bis April 2011
+ Open Space  am 2.April
zu Queerfeminismus, Care Work, Körperpolitiken, Ökonomiekritik

KURZÜBERSICHT  
längere Veranstaltungsbeschreibungen hier

24. Februar 2011 um 19:30 Uhr
Moderne Reproduktionstechnologien- Fortpflanzung für die
Leistungsgesellschaft –
Mit: Susanne Schultz (gen ethisches netzwerk) angefragt,
Sarah Diehl (pro choice), Ute Kalender (Disability Studies, Queer
Crip Theory), ak mob angefragt,
im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4

02. März 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Care Ökonomie zwischen Weltmarkt und Privathaushalt
Transnationale Sorgeketten und Pflegearbeiterinnen in Deutschland
Mit:Prof. Dr. Juliane Karakayali (Lehrbereich Diversity and Social
Conflicts, Humboldt-Universität zu Berlin), Christa Wichterich (Autorin,
Bonn)
In der Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

5. März 2011 14-18 Uhr
Workshop-Tag: – fitter, schöner, schneller –
und immer dem Ideal hinter her! (Körper- und Gesundheitspolitiken)
im f.a.q. Jonasstr.40 in Neukölln

10. März 2010 um 20:00 Uhr
Filmabend: »WORKING ON IT«
(Körperpolitiken, Normierungen, Privilegien, Weiss-sein)
im f.a.q.  Jonasstr.40 in Neukölln

16. März 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Hat Versorgungsarbeit (k)ein Geschlecht?
Eine feministische Kritik am Konzept der affektiven Arbeit
Mit: Prof. Emerita Silvia Federici (Hofstra University, Hempstead, New
York, USA)
Sprache: Deutsch/Englisch mit Konsekutivübersetzung
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

30. März 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Vom Lohn für Hausarbeit zur Hausangestellten
Mit: Marina Vishmidt (Wissenschaftlerin an der Queen Mary University of
London und Autorin in Mute Magazine und Texte zur Kunst)
Sprache: Deutsch/Englisch mit Konsekutivübersetzung
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

2.April 2011 14-18 Uhr
Open Space/Vernetzungstreffen: Queerfeminismus u. Ökonomiekritik,
im f.a.q. Jonasstr.40

07. April 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Prekäre Arbeitsverhältnisse migrantischer Care Work
Rechte und Selbst-Organisierung von Haus- und Pflegearbeiter_innen
Mit: Dr. Helen Schwenken (Fachbereich Globalisierung und Politik,
Universität Kassel), Muchtar Cheik-Dib (Betriebsratsvorsitz ambulante
dienste e.V., Berlin), Bárbara Miranda (Arbeitskreis Undokumentiertes
Arbeiten ver.di, Berlin)
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

13. April 2011    19.00 – 21.00 Uhr
Care Revolution
Zur Notwendigkeit der Umwertung gesellschaftlicher Reproduktionsarbeit
Mit: Prof. Dr. Gabriele Winker (Professorin für Arbeitswissenschaft und
Gender Studies an der TU Hamburg-Harburg)
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

20. April 2011  19.00 -. 21.00 Uhr
Re/Produktion von Mütterlichkeit
Entgrenzte Arbeitsverhältnisse – am Beispiel der SOS-Kinderdorfmutter
Mit: Sarah Speck (Graduiertenkolleg Gender Studies,
Humboldt-Universität, Berlin)
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

www.feministische-oekonomiekritik.org

Warschauer CSD-Prozess: René erhält zwei Jahre Bewährung

Presseerklärung zum Abschluss des Prozesses gegen René K.

Vier Jahre nach seiner Teilnahme an der „Parade für sexuelle Gleichberechtigung“ in Warschau wurde Anfang Mai letzten Jahres das Urteil gegen den Berliner René K. gesprochen. René erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr, ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung. Angeblich soll er im Juni 2006 einen Polizeibeamten während der „Parade“ angegriffen haben.

Rene K. war am 10. Juni 2006 bei der Demonstration in Warschau festgenommen worden, als er sich zusammen mit anderen Teilnehmer_innen am Endkundgebungsplatz gegen rechtsextreme Provokationen von Gegendemonstrant_innen verteidigte. Später wurde ihm vorgeworfen, sich gegen seine Festnahme gewehrt zu haben. Daraufhin behielt ihn die polnische Justiz für zwei Monate in der Untersuchungshaft des Warschauer Bezirksgefängnisses – gegen Kautionszahlung wurde er schließlich auf freien Fuß gesetzt. Während seiner U-Haft durfte er erst nach ca. zehn Tagen Besuch von einem Anwalt und der deutschen Botschaft erhalten. Zudem ließ die Justiz zahlreiche Fristen verstreichen, u.a. mit den Ergebnissen, dass die Kautionseinzahlung verzögert wurde, Renés persönliche Sachen sehr spät ausgehändigt wurden oder Angehörige ewig warten mussten, bis Besuche möglich waren (http://de.indymedia.org/2006/06/150507.shtml).
Nicht nur, dass diese zwei Monate U-Haft schon zäh verliefen, auch vergingen vier Jahre, bis im Prozess gegen René das Urteil gesprochen wurde. Dieser wurde erst im April 2009 eröffnet und endete im Mai 2010.
Bis Ende 2010 konnten nun alle entstandenen Kosten beglichen werden. Somit ist der Prozess für René und den Unterstützer_innenkreis abgeschlossen.
Wir danken allen, die René während dieser Zeit unterstützt haben.

Einzelpersonen aus dem ehemaligen Unterstützer_innenkreis, „QueerBerlin“,
Januar 2011

Veranstaltung der Phase 2 mit dem AFBL und dem ASB in Leipzig

Mittwoch, 01.12.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Kritik und Ressentiment – Zum Stand der Debatte um den Islam

„Auf ins Minenfeld“, forderte die Phase 2 2008 in einem Debattenbeitrag zur Antifa-Konferenz des Anti-Islamisierungskongresses in Köln. Damit war gemeint, sich den Schwierigkeiten eines Diskurses, der sowohl eine fortschrittliche politische Kritik des Islam als auch ressentimentgeladene Auslassungen gegen das Fremde und Andere in sich vereint, nicht auszuweichen, sondern sich ihnen offensiv zu stellen. Eine zentraler Rolle in der Debatte – sowohl in einer bürgerlichen Öffentlichkeit als auch in der Linken – spielte die Kritik des islamischen Geschlechterverhältnisses, also der Unterdrückung von Frauen und einer regressiven Sexualmoral. Eine feministische Positionierung zum Islam lag demnach nahe. Wie das allerdings genau zu geschehen hätte, war keinesfalls klar. Die Kritik des Islam, so das ASBB in einem Debattenbeitrag in der Phase 2 birgt die Gefahr der rassistischen Stereotypisierung und die Vernachlässigung der Verhältnisse vor der eigenen Haustür. Für den AFBL hingegen erwächst die Islamkritik gerade aus einem dezidiert feministischen und antisexistischen Selbstverständnis. Um die Begriffe des Rassismus und der feministischen Positionierung gegenüber dem Islam sowie ihr Verhältnis zu präzisieren, lädt die Phase 2 zu einer Diskussionsveranstaltung um den aktuellen Stand der linken Debatte um den Islam ein.

- Eine Veranstaltung der Phase 2 mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig (AFBL) und dem Antisexismusbündnis Berlin (ASBB) -

„Morgen werdet ihr alle sterben und Jesus erscheint“

Der Endzeitglaube des christlichen Fundamentalismus und warum er eine Gefahr für den Rest der Menschheit darstellt

9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Antifa-Tresen des Antifaschistischen Bündnis Südost

Eine der Gemeinsamkeiten der verschiedenen Strömungen des christlichen Fundamentalismus ist der Chiliasmus, der Glaube an die baldige Wiederkehr Jesu’ und die Errichtung eines „tausendjährigen Reiches“ durch diesen. Dieser Glaube geht mit der Vorstellung eines Endkampfes gegen alles „unchristliche“ einher, das ausgerottet werden müsse. Er stellt eine Gefahr dar, weil er die Gewalttätigkeiten christlicher Fundamentalist/innen motiviert und ihnen eine Denkfolie bereitstellt, um jede Form militanter Aktionen zu rechtfertigen: Mord, Verleumdungs-Kampagnen, psychische und physische Gewalt, die Aufstellung eigener Milizen und anderes. Die Veranstaltungen führt durch die Absurditäten und realen Aktionen der chiliastisch Inspirierten und zeigt, dass es gilt, die Grundlagen der Aufklärung gegen diese zu verteidigen.

Und nach der Veranstaltung…
… könnt ihr mit netten Menschen leckere Cocktails schlürfen. Außerdem gibt’s Spiel, Spaß und
Spannung: Wer Lust hat, kann Kickern oder Karten spielen!

9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Hermannstraße 48 (2. Hinterhof, 1. Etage) :: Nähe U-Bhf. Boddinstraße (U8)

Infos unter www.abso-berlin.tk

„Ring di alarm – Homophobie in der Dancehall“.

Mit Ramon Esfan (Köln), Don Pepe (Berlin Boom Orchestera), Cable Street
Beat Berlin.

15. Juli 2010, 21.30 Uhr, Lottumstr. 10a, Prenzlauer Berg

Hintergrund der Veranstaltung sind die Reaktionen, Debatten und Aktionen
rund um die Auftritte jamaikanischer Dancehall-„Künstler“ in den letzten
Monaten. So ist einigen Berliner_innen mit Sicherheit die Verhinderung des
Auftritts der Dancehall-Größe Sizzla in der Berliner Kulturbrauerei Ende
November 2009 noch in Erinnerung.

In der Winterausgabe der antifaschistischen Zeitschrift „Lotta“ aus NRW
veröffentlichte Ramon Esfan zum Thema einen Beitrag. Entlang des Artikels
versucht der Referent Homophobie in Jamaika und in der Dancehall anhand
von Bildern und Musik aufzuzeigen und zu erklären.
Dabei geht es einerseits um die Kritik an homophoben Einstellungen in
Jamaika und dem Hass auf Schwule und Lesben in Liedtexten jamaikanischer
„Künstler“, andererseits sollen Sichtweisen und Einschätzungen jenseits
bisheriger Interpretationen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband
Deutschland) und diverser linker Gruppen aufgezeigt und diskutiert werden.
Filou Rouge, Frontmann der Berliner Ska/Reggae – Formation Berlin Boom
Orchestra und Menschen von Cable Street Beat Berlin werden im Rahmen der
Veranstaltung über Umgang mit der Problematik aus der Sicht von Artists
und DJ_anes berichten.

Veranstalter_innen: Red & Anarchist Skinheads Berlin/Brandenburg, North
East Antifascists (NEA)

Lady Fest Trier

Liebe ladies, gentlemen and everyone in between. Dieses Jahr wird ein Ladyfest der besonderen Art vom 13.-15. August in Trier stattfinden. Es wird interessante queerfeministische Vorträge, Workshops, Filme und eine Lesung geben. Mit dabei sind Mithu Sanyal, die über die Kulturgeschichte der Vulva referiert und Laura Méritt, die jeweils einen Vortrag über PorYes und Polyamourie hält. Samstagabend wird zusammen mit Sookee und Räuberhöhle gefeiert und anschließend die ganze Nacht getanzt. Wir würden uns freuen, viele viele Besucher_innen auf dem Ladyfest Trier begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen findet ihr auf unserem Blog: www.ladyfest-trier.de

Fight Sexism! Anti-Sexismus als solidarische und interventionistische Praxis

Veranstaltung der AG Feministische Theorie und Praxis mit dem Antisexismusbündnis Berlin

Freitag, 11. Juni 2010 19.00 Uhr,
Soziales Zentrum Bochum, Josephstr.2 /Ecke Schmechtingstr., Bochum

Im Alltag bestimmte Verhaltensweisen als sexistisch anzukreiden bringt in den meisten Fällen alles andere als solidarische Unterstützung ein – häufiger wird eine solche Äußerung wohl mit Auslachen oder sogar offener Aggression begegnet. Opfer sexualisierter Gewalt müssen meist detailgenau den “Tathergang” schildern, um “glaubwürdig” zu sein. Die Definition darüber, was ein sexueller Übergriff oder ob eine Vergewaltigung nun wirklich eine Vergewaltigung ist, wird dem Opfer zudem im Normalfall komplett abgesprochen. Eine Auseinandersetzung mit Sexismus als gesellschaftliches (Macht-, Gewalt)Verhältnis, findet zumeist nur in den “Nischen” feministischer und queerer Zusammenhänge und in der Gender-Forschung statt.

Heterosexismus ist nach wie vor ein Randthema, Heterosexualität eine nicht wirklich hinterfragte “Normalität” und Weiblichkeit und Männlichkeit weithin akzeptierte “Tatsachen”.
Welche Form der Auseinandersetzung mit Sexismus wäre wünschenswert und denkbar und wie kann sie vorangebracht werden? Wie kann im konkreten Fall eine solidarische Unterstützung mit von sexualisierter Gewalt Betroffenen aussehen? Und wo sind die Ansatzpunkte für eine antisexistische Praxis jenseits des konkreten “Sexismusvorfalls”?

Einen Input zur Diskussion über diese Fragen gibt das Antisexismus-Bündnis Berlin (ASBB) – eine Vernetzung von Berliner Gruppen aus verschiedenen politischen Teilbereichen, die kontinuierlich zu den Themen Sexismus und sexuelle Gewalt arbeiten. Das ASBB hat u.a. die Antisexismus-Reader AS.ISM (#1-3) herausgegeben.

Phase 2 out – mit Artikel des ASB:Berlin

EDIT: Den Artikel findet Ihr hier (pdf) oder auf der Seite der Phase2

Die kürzlich erschienene Ausgabe #35 der Phase 2 wollen wir euch besonders ans Herz legen. Nicht zuletzt weil wir dort einen Artikel unter dem Titel „Von antideutschen Feministen und deutschen Freiheitskämpfer_innen – Plädoyer für einen konsequenten Antirassismus“ veröffentlicht haben, der sich mit Islamkritik im Kontext pseudo-feministischer Instrumentalisierungen, Muslimfeindschaft und der Enttabuisierung von Rassismus auseinandersetzt. Wir sind gespannt auf Reaktionen! antisexism@freenet.de

As.ism_3 vergriffen

Die Komplette Auflage der dritten As.ism-Broschüre ist mittlerweile vergriffen und deswegen leider nicht mehr über uns bestellbar. Wir freuen uns natürlich über die große Nachfrage. Ob es einen Nachdruck geben wird, ist noch unklar, das eine oder andere Exemplar ist aber sicher noch bei einem Infoladen in eurer Nähe zu haben.

Who cares? Queer-feminismus und Ökonomiekritik

4. bis 7. März 2010 in Berlin

Mit wärmster Empfehlung des Antisexismusbündnis, wollen auch wir noch einmal auf das Event in der kommenden Woch hinweisen:

Aus dem Aufruf

Wir wollen gemeinsam mit Euch diskutieren, welche Brisanz und Wichtigkeit queer-feministische Positionen für eine Ökonomie- und Gesellschaftskritik haben. Wir wollen überlegen, wie wir die kapitalistische, heteronormative und gesellschaftliche Reproduktion analysieren und kritisieren können.
Und wir wollen uns eine alternative Gesellschaft vorstellen, die jenseits von Ausschlusskriterien wie Klasse, Geschlecht, Nationalität oder fragwürdigen, individuellen Fähigkeiten ein gutes Leben für alle anstrebt.
Mit welcher gemeinsamen politischen Praxis und Kritik kommen wir dem ein Stück näher und wer können unsere potenziellen Bündnispartnerinnen und Bündnispartner hierfür sein? Die Verschränkungen von Ökonomie, Geschlecht und heteronormativer Gewalt bilden dabei einige der zentralen Achsen unserer Auseinandersetzungen. Wir beziehen uns solidarisch-kritisch auf eine lange Tradition verschiedener feministischer Auseinandersetzungen und Forderungen. Diese reicht von den Anfängen der bürgerlichen Frauenbewegung, über die feministische Ökonomiekritik der zweiten Frauenbewegung, bis hin zu jüngeren Ansätzen einer radikalen Dekonstruktion heteronormativen Arbeitsteilung.

Wir wollen mit diesem Event einen Auftakt für kommende politische Allianzen und gesellschaftskritische Bündnisse veranstalten.
Wir wehren uns gegen eine kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die Menschen nicht versorgt, sondern Lebensgrundlagen und Solidarität zerstört, Menschen normiert, und diskriminiert – und andere wiederum privilegiert.
Wir mischen uns in eine Ökonomie ein, in der die tagtägliche Arbeit für die Bedürfnisse von Menschen unsichtbar gemacht und entwertet wird; in eine Ökonomie, in der unterschiedliche Möglichkeiten der Existenzsicherung rassistisch verteilt sind und Männlichkeit privilegiert wird, in eine Ökonomie, in der Körper durch heteronormative Abhängigkeitsverhältnisse als Arbeitskräfte verfügbar gemacht werden.

Wir wollen diese gewalttätige Ökonomie der Abhängigkeiten, Privilegien und Diskriminierungen nicht!
Wir wollen ihr etwas entgegensetzen, indem wir uns vernetzen und gemeinsam Kritiken und Handlungsoptionen entwickeln
– welcome: enjoy and participate!

…Ökonomiekritik
Mit den Begriffen „Queerfeminismus und Ökonomiekritik“ spannen wir einen weiten Bogen, gleichzeitig wollen wir diese beiden gesellschaftskritischen Perspektiven enger aneinander koppeln. In Anknüpfung an eine vielfältige feministische und queere Tradition soll die Kritik an ökonomischen Prozessen mehr als eine Kritik an den ausbeuterischen Produktionsverhältnissen sein. Denn Ökonomie verstehen wir als Regulierungssystem, das von vielfältigen Machtstrukturen gestützt und hergestellt wird. Beispielsweise durch normierte Geschlechterverhältnisse, Beziehungen und Arbeitsteilungen, heteronormativer Gewalt und/oder rassistische Diskriminierung.

…Solidarität
Das Event soll politische Strategien, tägliches Engagement und die gesellschaftlichen Analysen von feministischen, queeren und ökonomiekritischen Projekten sichtbar machen. Es ist eine Plattform des Austausches über alltägliche Praxen und kollektive Politiken, und soll Fortführung und Ausgangspunkt queerfeministischer Bündnisse sein. Vor allem gilt es auch, sich mit Menschen und Kämpfen zu solidarisieren, die sich scheinbar außerhalb des eigenen Alltags und/oder des politischen oder identitären Bezugsrahmens befinden. Die bestehenden Gräben lassen sich nicht ohne weiteres überwinden. Wir wollen trotzdem miteinander reden und nach gemeinsamen Praxen suchen.

Weitere Infos und das Programm:

www.feministische-oekonomiekritik.org



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