für das definitionsrecht streiten! vorschläge zur diskussionsgestaltung:

von definitionsmacht.tk

voraussetzungen

beachtet, dass in dem diskussionsraum sehr wahrscheinlich auch betroffene anwesend sind.
diskutiert so, dass nicht wieder grenzen überschritten werden!!

führt diese debatte unabhängig von konkreten fällen.

damit ihr in akuten situationen und im sinne der betroffenen reagieren könnt, ist es wichtig
auf eine diskussion zurückgreifen zu können, die vorher geführt wurde.

macht euch vorher klar, was die motivation für eure diskussion ist. warum z.b. eure gruppe
sich jetzt mit definitionsrecht und sexueller gewalt auseinandersetzen will.

die diskussion um das definitionsrecht macht mit frauenverachtenden personen keinen sinn.
denn: wenn feministische positionierungungen grundsätzlich abgelehnt werden hilft auch das
beste argument nicht und ihr reibt euch nur auf.

raumgestaltung

tut niemandem den gefallen, euch berühren zu lassen, verletzen zu lassen. erst checken, ob das gegenüber ein wirkliches interesse an der diskussion hat. zuerst immer fragen, ob es überhaupt in deren interesse liegt, etwas gegen sexuelle gewalt zu tun.

sehr wahrscheinlich wird es vehemente positionen gegen das definitionsrecht geben. dabei mischen sich unverständnis und angst (vor allem unter männern) mit antifeministischen haltungen. versucht dies im diskussionsraum zu unterscheiden.

es kann sehr hilfreich sein, festzuhalten, was für standpunkte in dem raum verteilt sind, ohne diese gleich zu diskutieren – das kommt später. aber so könnt ihr euch einen überblick darüber verschaffen, was eure ausgangslage ist.

diskussionsstrategie

es ist wichtig, die verschiedenen phasen des definitionsrechts in der diskussion erstmal voneinander zu trennen:

- sensibilisiert euch gegenüber den ausmaßen, der normalität und der tabuisierung von sexueller gewalt.

- sexuelle gewalt und vergewaltigungen sind nicht beweisbar; und so haben frauen viel, aber die täter nichts zu befürchten. deshalb ist es wichtig über möglichkeiten des umgangs mit dieser situation zu diskutieren: was können wir der alltäglichkeit sexueller gewalt entgegensetzen? macht eure diskussion hier am definitionsrecht fest!

- grundsätzlich: angriffe auf die idee des definitionsrecht haben noch nie alternativen angeboten, wie mit diesem normalzustand umgegegangen werden könnte, sie verweisen höchstens auf die „objektivität des bürgerlichen rechtes“. gegen die „objektivität“ der gerichtsverfahren und für eine offenkundige unverhältnismäßigkeit des machtmissbrauchvorwurfes sprechen spätestens die offiziellen zahlen. zu tausenden findet jährlich machtmissbrauch durch die täter statt. doch dem wird nichts entgegengesetzt.

- er ist dafür verantwortlich, diesen zustand anzugreifen? Soll der umgang damit an frauenvertreter_innen und gerichte delegiert werden?