Veranstaltung der Phase 2 mit dem AFBL und dem ASB in Leipzig

Mittwoch, 01.12.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Kritik und Ressentiment – Zum Stand der Debatte um den Islam

„Auf ins Minenfeld“, forderte die Phase 2 2008 in einem Debattenbeitrag zur Antifa-Konferenz des Anti-Islamisierungskongresses in Köln. Damit war gemeint, sich den Schwierigkeiten eines Diskurses, der sowohl eine fortschrittliche politische Kritik des Islam als auch ressentimentgeladene Auslassungen gegen das Fremde und Andere in sich vereint, nicht auszuweichen, sondern sich ihnen offensiv zu stellen. Eine zentraler Rolle in der Debatte – sowohl in einer bürgerlichen Öffentlichkeit als auch in der Linken – spielte die Kritik des islamischen Geschlechterverhältnisses, also der Unterdrückung von Frauen und einer regressiven Sexualmoral. Eine feministische Positionierung zum Islam lag demnach nahe. Wie das allerdings genau zu geschehen hätte, war keinesfalls klar. Die Kritik des Islam, so das ASBB in einem Debattenbeitrag in der Phase 2 birgt die Gefahr der rassistischen Stereotypisierung und die Vernachlässigung der Verhältnisse vor der eigenen Haustür. Für den AFBL hingegen erwächst die Islamkritik gerade aus einem dezidiert feministischen und antisexistischen Selbstverständnis. Um die Begriffe des Rassismus und der feministischen Positionierung gegenüber dem Islam sowie ihr Verhältnis zu präzisieren, lädt die Phase 2 zu einer Diskussionsveranstaltung um den aktuellen Stand der linken Debatte um den Islam ein.

- Eine Veranstaltung der Phase 2 mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig (AFBL) und dem Antisexismusbündnis Berlin (ASBB) -