Archiv der Kategorie 'Termine'

Who cares? Veranstaltungsreihe

Who Cares? – das Event geht weiter -
9 Veranstaltungen im Feb. bis April 2011
+ Open Space  am 2.April
zu Queerfeminismus, Care Work, Körperpolitiken, Ökonomiekritik

KURZÜBERSICHT  
längere Veranstaltungsbeschreibungen hier

24. Februar 2011 um 19:30 Uhr
Moderne Reproduktionstechnologien- Fortpflanzung für die
Leistungsgesellschaft –
Mit: Susanne Schultz (gen ethisches netzwerk) angefragt,
Sarah Diehl (pro choice), Ute Kalender (Disability Studies, Queer
Crip Theory), ak mob angefragt,
im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4

02. März 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Care Ökonomie zwischen Weltmarkt und Privathaushalt
Transnationale Sorgeketten und Pflegearbeiterinnen in Deutschland
Mit:Prof. Dr. Juliane Karakayali (Lehrbereich Diversity and Social
Conflicts, Humboldt-Universität zu Berlin), Christa Wichterich (Autorin,
Bonn)
In der Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

5. März 2011 14-18 Uhr
Workshop-Tag: – fitter, schöner, schneller –
und immer dem Ideal hinter her! (Körper- und Gesundheitspolitiken)
im f.a.q. Jonasstr.40 in Neukölln

10. März 2010 um 20:00 Uhr
Filmabend: »WORKING ON IT«
(Körperpolitiken, Normierungen, Privilegien, Weiss-sein)
im f.a.q.  Jonasstr.40 in Neukölln

16. März 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Hat Versorgungsarbeit (k)ein Geschlecht?
Eine feministische Kritik am Konzept der affektiven Arbeit
Mit: Prof. Emerita Silvia Federici (Hofstra University, Hempstead, New
York, USA)
Sprache: Deutsch/Englisch mit Konsekutivübersetzung
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

30. März 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Vom Lohn für Hausarbeit zur Hausangestellten
Mit: Marina Vishmidt (Wissenschaftlerin an der Queen Mary University of
London und Autorin in Mute Magazine und Texte zur Kunst)
Sprache: Deutsch/Englisch mit Konsekutivübersetzung
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

2.April 2011 14-18 Uhr
Open Space/Vernetzungstreffen: Queerfeminismus u. Ökonomiekritik,
im f.a.q. Jonasstr.40

07. April 2011  19.00 – 21.00 Uhr
Prekäre Arbeitsverhältnisse migrantischer Care Work
Rechte und Selbst-Organisierung von Haus- und Pflegearbeiter_innen
Mit: Dr. Helen Schwenken (Fachbereich Globalisierung und Politik,
Universität Kassel), Muchtar Cheik-Dib (Betriebsratsvorsitz ambulante
dienste e.V., Berlin), Bárbara Miranda (Arbeitskreis Undokumentiertes
Arbeiten ver.di, Berlin)
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

13. April 2011    19.00 – 21.00 Uhr
Care Revolution
Zur Notwendigkeit der Umwertung gesellschaftlicher Reproduktionsarbeit
Mit: Prof. Dr. Gabriele Winker (Professorin für Arbeitswissenschaft und
Gender Studies an der TU Hamburg-Harburg)
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

20. April 2011  19.00 -. 21.00 Uhr
Re/Produktion von Mütterlichkeit
Entgrenzte Arbeitsverhältnisse – am Beispiel der SOS-Kinderdorfmutter
Mit: Sarah Speck (Graduiertenkolleg Gender Studies,
Humboldt-Universität, Berlin)
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

www.feministische-oekonomiekritik.org

„Morgen werdet ihr alle sterben und Jesus erscheint“

Der Endzeitglaube des christlichen Fundamentalismus und warum er eine Gefahr für den Rest der Menschheit darstellt

9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Antifa-Tresen des Antifaschistischen Bündnis Südost

Eine der Gemeinsamkeiten der verschiedenen Strömungen des christlichen Fundamentalismus ist der Chiliasmus, der Glaube an die baldige Wiederkehr Jesu’ und die Errichtung eines „tausendjährigen Reiches“ durch diesen. Dieser Glaube geht mit der Vorstellung eines Endkampfes gegen alles „unchristliche“ einher, das ausgerottet werden müsse. Er stellt eine Gefahr dar, weil er die Gewalttätigkeiten christlicher Fundamentalist/innen motiviert und ihnen eine Denkfolie bereitstellt, um jede Form militanter Aktionen zu rechtfertigen: Mord, Verleumdungs-Kampagnen, psychische und physische Gewalt, die Aufstellung eigener Milizen und anderes. Die Veranstaltungen führt durch die Absurditäten und realen Aktionen der chiliastisch Inspirierten und zeigt, dass es gilt, die Grundlagen der Aufklärung gegen diese zu verteidigen.

Und nach der Veranstaltung…
… könnt ihr mit netten Menschen leckere Cocktails schlürfen. Außerdem gibt’s Spiel, Spaß und
Spannung: Wer Lust hat, kann Kickern oder Karten spielen!

9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Hermannstraße 48 (2. Hinterhof, 1. Etage) :: Nähe U-Bhf. Boddinstraße (U8)

Infos unter www.abso-berlin.tk

„Ring di alarm – Homophobie in der Dancehall“.

Mit Ramon Esfan (Köln), Don Pepe (Berlin Boom Orchestera), Cable Street
Beat Berlin.

15. Juli 2010, 21.30 Uhr, Lottumstr. 10a, Prenzlauer Berg

Hintergrund der Veranstaltung sind die Reaktionen, Debatten und Aktionen
rund um die Auftritte jamaikanischer Dancehall-„Künstler“ in den letzten
Monaten. So ist einigen Berliner_innen mit Sicherheit die Verhinderung des
Auftritts der Dancehall-Größe Sizzla in der Berliner Kulturbrauerei Ende
November 2009 noch in Erinnerung.

In der Winterausgabe der antifaschistischen Zeitschrift „Lotta“ aus NRW
veröffentlichte Ramon Esfan zum Thema einen Beitrag. Entlang des Artikels
versucht der Referent Homophobie in Jamaika und in der Dancehall anhand
von Bildern und Musik aufzuzeigen und zu erklären.
Dabei geht es einerseits um die Kritik an homophoben Einstellungen in
Jamaika und dem Hass auf Schwule und Lesben in Liedtexten jamaikanischer
„Künstler“, andererseits sollen Sichtweisen und Einschätzungen jenseits
bisheriger Interpretationen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband
Deutschland) und diverser linker Gruppen aufgezeigt und diskutiert werden.
Filou Rouge, Frontmann der Berliner Ska/Reggae – Formation Berlin Boom
Orchestra und Menschen von Cable Street Beat Berlin werden im Rahmen der
Veranstaltung über Umgang mit der Problematik aus der Sicht von Artists
und DJ_anes berichten.

Veranstalter_innen: Red & Anarchist Skinheads Berlin/Brandenburg, North
East Antifascists (NEA)

Lady Fest Trier

Liebe ladies, gentlemen and everyone in between. Dieses Jahr wird ein Ladyfest der besonderen Art vom 13.-15. August in Trier stattfinden. Es wird interessante queerfeministische Vorträge, Workshops, Filme und eine Lesung geben. Mit dabei sind Mithu Sanyal, die über die Kulturgeschichte der Vulva referiert und Laura Méritt, die jeweils einen Vortrag über PorYes und Polyamourie hält. Samstagabend wird zusammen mit Sookee und Räuberhöhle gefeiert und anschließend die ganze Nacht getanzt. Wir würden uns freuen, viele viele Besucher_innen auf dem Ladyfest Trier begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen findet ihr auf unserem Blog: www.ladyfest-trier.de

Fight Sexism! Anti-Sexismus als solidarische und interventionistische Praxis

Veranstaltung der AG Feministische Theorie und Praxis mit dem Antisexismusbündnis Berlin

Freitag, 11. Juni 2010 19.00 Uhr,
Soziales Zentrum Bochum, Josephstr.2 /Ecke Schmechtingstr., Bochum

Im Alltag bestimmte Verhaltensweisen als sexistisch anzukreiden bringt in den meisten Fällen alles andere als solidarische Unterstützung ein – häufiger wird eine solche Äußerung wohl mit Auslachen oder sogar offener Aggression begegnet. Opfer sexualisierter Gewalt müssen meist detailgenau den “Tathergang” schildern, um “glaubwürdig” zu sein. Die Definition darüber, was ein sexueller Übergriff oder ob eine Vergewaltigung nun wirklich eine Vergewaltigung ist, wird dem Opfer zudem im Normalfall komplett abgesprochen. Eine Auseinandersetzung mit Sexismus als gesellschaftliches (Macht-, Gewalt)Verhältnis, findet zumeist nur in den “Nischen” feministischer und queerer Zusammenhänge und in der Gender-Forschung statt.

Heterosexismus ist nach wie vor ein Randthema, Heterosexualität eine nicht wirklich hinterfragte “Normalität” und Weiblichkeit und Männlichkeit weithin akzeptierte “Tatsachen”.
Welche Form der Auseinandersetzung mit Sexismus wäre wünschenswert und denkbar und wie kann sie vorangebracht werden? Wie kann im konkreten Fall eine solidarische Unterstützung mit von sexualisierter Gewalt Betroffenen aussehen? Und wo sind die Ansatzpunkte für eine antisexistische Praxis jenseits des konkreten “Sexismusvorfalls”?

Einen Input zur Diskussion über diese Fragen gibt das Antisexismus-Bündnis Berlin (ASBB) – eine Vernetzung von Berliner Gruppen aus verschiedenen politischen Teilbereichen, die kontinuierlich zu den Themen Sexismus und sexuelle Gewalt arbeiten. Das ASBB hat u.a. die Antisexismus-Reader AS.ISM (#1-3) herausgegeben.

Who cares? Queer-feminismus und Ökonomiekritik

4. bis 7. März 2010 in Berlin

Mit wärmster Empfehlung des Antisexismusbündnis, wollen auch wir noch einmal auf das Event in der kommenden Woch hinweisen:

Aus dem Aufruf

Wir wollen gemeinsam mit Euch diskutieren, welche Brisanz und Wichtigkeit queer-feministische Positionen für eine Ökonomie- und Gesellschaftskritik haben. Wir wollen überlegen, wie wir die kapitalistische, heteronormative und gesellschaftliche Reproduktion analysieren und kritisieren können.
Und wir wollen uns eine alternative Gesellschaft vorstellen, die jenseits von Ausschlusskriterien wie Klasse, Geschlecht, Nationalität oder fragwürdigen, individuellen Fähigkeiten ein gutes Leben für alle anstrebt.
Mit welcher gemeinsamen politischen Praxis und Kritik kommen wir dem ein Stück näher und wer können unsere potenziellen Bündnispartnerinnen und Bündnispartner hierfür sein? Die Verschränkungen von Ökonomie, Geschlecht und heteronormativer Gewalt bilden dabei einige der zentralen Achsen unserer Auseinandersetzungen. Wir beziehen uns solidarisch-kritisch auf eine lange Tradition verschiedener feministischer Auseinandersetzungen und Forderungen. Diese reicht von den Anfängen der bürgerlichen Frauenbewegung, über die feministische Ökonomiekritik der zweiten Frauenbewegung, bis hin zu jüngeren Ansätzen einer radikalen Dekonstruktion heteronormativen Arbeitsteilung.

Wir wollen mit diesem Event einen Auftakt für kommende politische Allianzen und gesellschaftskritische Bündnisse veranstalten.
Wir wehren uns gegen eine kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die Menschen nicht versorgt, sondern Lebensgrundlagen und Solidarität zerstört, Menschen normiert, und diskriminiert – und andere wiederum privilegiert.
Wir mischen uns in eine Ökonomie ein, in der die tagtägliche Arbeit für die Bedürfnisse von Menschen unsichtbar gemacht und entwertet wird; in eine Ökonomie, in der unterschiedliche Möglichkeiten der Existenzsicherung rassistisch verteilt sind und Männlichkeit privilegiert wird, in eine Ökonomie, in der Körper durch heteronormative Abhängigkeitsverhältnisse als Arbeitskräfte verfügbar gemacht werden.

Wir wollen diese gewalttätige Ökonomie der Abhängigkeiten, Privilegien und Diskriminierungen nicht!
Wir wollen ihr etwas entgegensetzen, indem wir uns vernetzen und gemeinsam Kritiken und Handlungsoptionen entwickeln
– welcome: enjoy and participate!

…Ökonomiekritik
Mit den Begriffen „Queerfeminismus und Ökonomiekritik“ spannen wir einen weiten Bogen, gleichzeitig wollen wir diese beiden gesellschaftskritischen Perspektiven enger aneinander koppeln. In Anknüpfung an eine vielfältige feministische und queere Tradition soll die Kritik an ökonomischen Prozessen mehr als eine Kritik an den ausbeuterischen Produktionsverhältnissen sein. Denn Ökonomie verstehen wir als Regulierungssystem, das von vielfältigen Machtstrukturen gestützt und hergestellt wird. Beispielsweise durch normierte Geschlechterverhältnisse, Beziehungen und Arbeitsteilungen, heteronormativer Gewalt und/oder rassistische Diskriminierung.

…Solidarität
Das Event soll politische Strategien, tägliches Engagement und die gesellschaftlichen Analysen von feministischen, queeren und ökonomiekritischen Projekten sichtbar machen. Es ist eine Plattform des Austausches über alltägliche Praxen und kollektive Politiken, und soll Fortführung und Ausgangspunkt queerfeministischer Bündnisse sein. Vor allem gilt es auch, sich mit Menschen und Kämpfen zu solidarisieren, die sich scheinbar außerhalb des eigenen Alltags und/oder des politischen oder identitären Bezugsrahmens befinden. Die bestehenden Gräben lassen sich nicht ohne weiteres überwinden. Wir wollen trotzdem miteinander reden und nach gemeinsamen Praxen suchen.

Weitere Infos und das Programm:

www.feministische-oekonomiekritik.org

Reclaim feminism

Veranstaltungsreihe ab 6. März von AKLF, EAG, ABSO, ANA, NEA

Wir möchten den 8. März zum Anlass nehmen, um die Fragen nach einem linken Feminismus wieder zum Thema zu machen. Diese stellen sich heute wie damals als schwierig dar, auch wenn auf den ersten Blick ›Feminismus‹ und ›Gleichberechtigung‹ in aller Munde zu sein scheinen. Denn von konservativen Feuilletonist_innen bis zu linksliberalen Kulturschaffenden: Zu Feminismus hatte in letzter Zeit jede_r etwas beizutragen. Dabei variierten die Vorstellungen zwischen einem konservativen Feminismus à la von der Leyen zu einem liberalen Karrierefeminismus, der in Thea Dorns F-Klasse seinen Ausdruck fand, bis hin zu traditionellen Vorstellungen von Familie und Geschlechterrollen bei Eva Herrmann.
Auch die Alphamädchen trugen mit ihrer individualistischen‚ Feminismus-Version’ etwas zu der Entpolitisierung des Begriffs bei. Ein Feminismus, der nichts kennt als den Kampf um formale Gleichheit in den bestehenden beschissenen Verhältnissenm, ist nicht unser Feminismus. Auch einen Feminismus, der sich nicht mit der Verschränkung verschiedener Herrschaftsstrukturen, wie Rassismus, Kapitalismus und Geschlechterverhältnissen auseinandersetzt und sich nur um die Belange einer weißen Mittelschicht bemüht, weisen wir zurück. Unsere Reihe ist als Suchbewegung zu verstehen, die schlaglichtartig einige uns wichtig erscheinende Topics aufgreift und zur Diskussion stellt. Gemeinsamer Ausgangspunkt ist, dass ein linker Feminismus die Systemfrage stellen und als radikale Gesellschaftskritik alle Verhältnisse in den Blick nehmen muss. Dazu gehört, das System der Zweigeschlechtlichkeit und damit zusammenhängend Formen identitärer Politik ebenso zu kritisieren wie Kapitalismus, Nation und Rassismus. Am 6. März heiß es dann auf unserer Auftaktparty: Take back the night!

Termine

Sa., 6. März, 22 Uhr
K9, Kinzigstraße 9 (nahe U-Bhf. Samariterstraße)
Party: TAKE BACK THE NIGHT
Feministische Soliparty zur Ünterstüztung der Finanzierung von Repressionskosten in Münster (Repressionen gegen Fundi-Gegner_innen) und dem F.A.Q. (Infoladen/Cafe) in Neukölln
Acts:
- sookee (Live hiphop)
- Kai Kani (Hiphop,Electro)
- CMYK(Yoko & Cay grrlsgoneelectronic)
- DADO (Electro)

Mi., 17. März, 19 Uhr
Mehringhof Veranstaltungsraum, Gneisenaustr. 2a (nahe U-Bhf. Mehringdamm)
Veranstaltung: Fragen an einen linken Feminismus
Die Debatte um Geschlechterrollen innerhalb der bürgerlichen Öffentlichkeit wird aktuell von zwei Positionen geprägt: Der liberale Regierungsfeminismus will die Kinderbetreuung ausbauen und mehr Frauen in Erwerbsarbeit bringen. Dagegen ›rebellieren‹ Eva Herman und andere Neokonservative, die mehr Zeit für Familien fordern. Wie kann ein linker Feminismus hierzu kritisch Position beziehen und aus seiner derzeit marginalen Rolle herausfinden?
Referent_innen: Jörg Nowak, Caren Kunze
Veranstaltet vom Ak linker Feminismus

Do., 18. März, 19 Uhr
K9, Kinzigstraße 9, (nahe U-Bhf. Samariterstr.)
Veranstaltung: Sexismus & Antisemitismus
Im Vortrag geht es um die historischen Entwicklungen und Verschränkungen von Geschlechterbildern und antisemitischen Vorstellungen – und die Frage, inwiefern diese Bilder heute noch aktuell sind.
Referent_in: Tanja Kinzel.
Gemeinsame Veranstaltung mit der Reihe »Antisemitismus und Krise« von Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG) & disparat. Weitere Infos: antisemitismus.blogsport.de

So., 21. März, 19 Uhr
Sonntagsclub, Greifenhagener Straße 28 (nahe U-/S-Bhf. Schönhauser Allee)
Veranstaltung: PorYes – queerfeministische Pornos
Parallel zur PorNo-Bewegung gab es schon immer einen Flügel der Frauenbewegung, der sich um einen Sex-positiven Zugang zu Sexualität bemühte und und leider nicht so viel mediale Aufmerksamkeit genossen hat, wie sein bekanntes Gegenstück. Was feministische Pornos sind und wie queer sie sein können, zeigt und diskutiert Laura Meritt auch anhand von Beispielen. (weitere Referentin angefragt.) Anschließend Film „Pornoprotokolle“ und Gespräch mit der Regisseurin Isabella Willinger.
Referentin: Laura Merrit
Veranstaltet vom Ak linker Feminismus und Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG)

Mi., 24. März, 19 Uhr
K9, Café Größenwahn, Kinzigstrasse 9 (nahe U-Bhf. Samariterstr.)
Veranstaltung: Feministische Globalisierungskritik
Die Debatte um Geschlecht und Globalisierung war lange Zeit differenzfeministisch geprägt: Die Auswirkungen der Globalisierung auf ›Frauen‹ standen im Vordergrund. An dieser ›Opferperspektive‹ wird zunehmend Kritik geäußert. Vor allem postkoloniale Autor_innen weisen auf die Verwobenheit von ›gender‹, ›race‹ und Globalisierungsprozessen hin. In der Veranstaltung soll es darum gehen, den aktuellen Stand der Debatte zu rekonstruieren und die politischen Praktiken von (vor allem) feministischen Bewegungen im Süden in den Blick zu nehmen. Die Kernfrage aber ist: Was ergibt sich aus all dem für einen internationalistischen Feminismus?
Referent_in: Friederike Habermann.
Veranstaltet vom Ak linker Feminismus

Fr., 2. April, 19 Uhr
Haus der Demokratie, Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4 (nahe Tram-Haltestelle Am Friedrichshain)
Veranstaltung: Strategien zur EU–weiten Legalisierung von Abtreibung
Innerhalb der EU gibt es immer noch Länder, in denen Schwangerschaftsabbrüche illegal sind. In Polen finden jedes Jahr etwa 200 000 illegale Abtreibungen statt, während jeden Tag durchschnittlich 16 Frauen aus Irland nach England reisen müssen, um einen sicheren Abbruch zu bekommen. Wir möchten mit Pro-Choice- Aktivist_innen aus Polen und Irland diskutieren, um Strategien und Möglichkeiten zu erarbeiten, wie in beiden Ländern gemeinsam vorgegangen werden kann, um Schwangerschaftsabbrüche im Rahmen der EU zu legalisieren und frei zugänglich zu machen.
Referent_innen: Wanda Nowicka (Polen), Stephanie Lord (Choice Irland), Anna von Gall (ECCHR) Übersetzung engl./dt.
Veranstaltet vom Ak linker Feminismus

So., 4. April, 19 Uhr
Tante Horst, Oranienstraße 45 (nahe U-Bhf. Kottbusser Tor)
Veranstaltung: Homosexualität & Homophobie in der Neonaziszene
In der Veranstaltung sollen vergangene und aktuelle Debatten in der Neonaziszene nachvollzogen, die Bedeutung des homophoben Diskurses beleuchtet und mögliche Ursachen und Ursprünge problematisiert werden.
Referent_in: Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK)
Veranstaltet vom Antifabündnis Südost (ABSO) und Autonome Neuköllner Antifa (ANA)

Do., 8. April, 19 Uhr
FAQ Infoladen Neukölln, Jonasstraße 40 (nahe U-Bhf. Leinestraße)
Veranstaltung: Homophobie im HipHop
Große Teile von HipHop befinden sich im Über­gang von einem sub- hin zu einem popkulturellen Sammelbecken für sexistische und heteronormative Haltungen. Der Input bietet einen diskursanalytischen Zugang zu exemplarischen Image-Inszenierungen und Raplyrics als deren Artikulation an. Desweiteren wird ein Blick auf den ambivalenten Umgang der medialen Öffentlichkeit mit populären Rapper_innen vor dem thematischen Hintergrund gerichtet.
Referent_in: Sookee
Veranstaltet von Autonome Neuköllner Antifa (ANA)

So., 25. April, 15 Uhr
Friedel, Friedelstr. 5 (nahe U-Bhf. Hermannplatz)
Workshop: Männlichkeitsbilder in der Antifa
Was ist überhaupt Männlichkeit? Was macht Antifa-Politik aus und wieso ist sie an so vielen Punkten besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in der Antifa Unterdrückungsverhältnisse? Die Gesprächs- und Entscheidungsstrukturen und die Ausrichtung der Antifa-Politik gehören auf den antisexistischen Prüfstand. Wir reden über Symbole und Idole, um Tücken der alltäglichen Antifaarbeit, samt Heldentum und Revierverhalten. Unterdrückungsmechanismen schaffen sich aber nicht von selbst ab, nur weil sie vielfach in Diskussionen erkannt und benannt werden. Es geht also um die Entwicklung neuer Perspektiven und um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten.
Mit Anmeldung unter: autonome_neukoellner_antifa@riseup.net
Veranstaltet von Autonome Neuköllner Antifa (ANA)

Mo., 3. Mai, 19 Uhr
Festsaal Kreuzberg, Skalitzerstraße 130 (nahe U-Bhf. Kottbusser Tor)
Veranstaltung: Zur Kritik des linken Antifeminismus
Geschlechterherrschaft als Nebenwiderspruch, Feminismus spaltet die Arbeiterklasse, queeres Begehren verstärkt die Marktlogik des Kapitalismus: Antifeminismus und queerkritische Positionen haben in der radikalen Linken eine so lange Tradition, dass sie als politische Position ernst genommen werden müssen und nicht nur als Ignoranz oder Uninformiertheit ausgelegt werden können, auch wenn sie davon stark geprägt sind. Mit dem Rückgriff auf die vielfältige und reiche Theorie- und Denktradition von linkem Feminismus und queerer Ökonomiekritik dekonstruieren Cornelia Möser und Jana Tschurenev (queer-feministischer Saloon Berlin) verschiedene Klassiker und Neuauflagen des linken Antifeminismus.
Veranstaltet von Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG)

Mo., 10. Mai, 19 Uhr
Raumerweiterungshalle, Markgrafen­damm 24c (nahe S-Bhf. Ostkreuz)
Veranstaltung: ›Männer‹politik und ›Männer‹bewegung
Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag plant »eine eigenständige Jungen- und Männerpolitik«, in Zeitungen sind antifeministische Positionen und Polemiken zu lesen, und hier und da gibt es auch noch Männerforschung.Wie passt das alles zusammen? Bei der Veranstaltung wird ein Überblick über verschiedene Fraktionen in der Männerpolitik gegeben und diskutiert, welche Ziele sie jeweils verfolgen.
Referent_in: Sebastian Scheele
Veranstaltet vom Ak linker Feminismus

Mi., 19. Mai, 19 Uhr
Raumerweiterungshalle, Markgrafendamm 24c (nahe S-Bhf Ostkreuz)
Veranstaltung: Strategien feministischer politischer Praxis
Wie lassen sich ‚Feminismus‘ und ‚Feminist_in sein‘ heute praktisch denken? Und welche Handlungsfähigkeiten sind daraus für Aktivist_innen ableitbar? Der AKLF und Anne Lenz (Autor_in Feminismen und Neue Politische Generation) laden ein, feministische Strategien und Ziele politischer Praxis und Organisierung gemeinsam zu diskutieren.
Referent_Innen: Anne Lenz (AKLF)
Veranstaltet vom Ak linker Feminismus

Smash Homophobia! Keine Bühne für homophobe Mord-Propaganda! Kein Sizzla-Konzert am 26.11.2009 in Berlin!

Am 26. November soll die Reggae-„Größe“ Sizzla in der Kulturbrauerei im Rahmen seiner Europa-Tournee auftreten. Sizzla ist bekannt für seine homosexuellenfeindlichen Texte. „Verbrennt die Männer, welche andere Männer von hinten reiten. Erschießt Perverse, meine große Pistole macht ‚bumm’“ heißt es u.a. in Sizzlas Song „Pump up“. Insgesamt 13 solcher „Battyman-Tunes“ hat er in seinem Repertoire. Amnesty International zitierte eine Aussage des Sängers bei einem Auftritt 2004 in Jamaika wie folgt: „Tötet sie, die Schwuchteln müssen durch Schüsse in den Kopf sterben.“

In der Vergangenheit führte dies unter anderem zur Indizierung von Sizzlas Album „Rastafari“ und der Absage seiner Europa-Tour 2005, da in Frankreich 13 von 14 Konzerten gecancelt wurden. Auch der Auftritt auf der „Summerjam“ im selben Jahr fiel aus, da er nicht auf schwulenfeindliche Äußerungen verzichten wollte. Sizzla hat daraufhin 2007 den „Reggae Compassionate Act“ (RCA) unterzeichnet und sich damit verpflichtet, zukünftig keine homophoben Inhalte mehr bei seinen Shows zu propagieren. Sizzlas Unterzeichung des „RCA“ belegt keine Wandlung seiner Einstellung gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen. Es geht ihm um Geld! 2008 äußerte er sich in der „riddim“ nach einem Auftritt im Wuppertaler „U-Club“ wie folgt: „Bei einer Show wie heute Abend weiß ich, I have to just keep it clean. Bei einer Gangsta-Show in Jamaika erwartet man von dir, dass du härter rüberkommst.“. Weiterhin sagte er: „Selbst wenn wir singen, „kill Battyman“ dann ziehen wir nicht los und bringen Menschen um. Das ist kein Aufruf zur Gewalt. […] Doch die Bibel sagt, Homosexualität ist falsch, es ist ein Fluch.“. Die bloße Unterzeichnung eines Stückes Papiers ändert also noch lange keinen Menschen! Die Veranstalter_innen des Kesselhauses beziehen sich jedoch konsequent auf den von Sizzla unterschriebenen „RCA“ und haben angekündigt das Konzert unter allen Bedingungen durchzuführen. Für uns ist diese Entscheidung total inakzeptabel. Darum rufen wir für den 26. November zur Demo gegen das Sizzla-Konzert auf. Wir sehen darin die letzte Möglichkeit unserem Unverständnis und unserem Ärger gegenüber Leuten Luft zu machen, die anscheinend gern für Mord-Sänger eine Bühne bieten. Sizzla steht an diesem Abend lediglich beispielhaft für eine Vielzahl an Musiker_innen, die Homophobie propagieren. Wir verstehen die Demonstration darum nicht als ein bloßes Statement gegen Sizzla. Sie soll ein klares Zeichen gegen Sexismus, sowie Homo- und Transphobie in jeder Form sein. Die Texte Sizzlas sind widerwärtig und auch auf Jamaika haben es homo/transsexuelle Menschen schwer. Die Kritik daran darf allerdings nicht dazu herhalten die Verhältnisse hier schönzufärben. Homo- und Transphobie sind auch in Deutschland Alltag und keine Besonderheit vermeintlich „fremder Kulturen“. Am 26. November werden wir darum gegen jedwede Form von Diskriminierung auf die Straße gehen. Sagt euren Freund_innen bescheidet und kommt zur Demonstration.

Demonstration:

26. November 2009, 18.30 Uhr, S-Bhf. Schönhauser Allee

Eröffnung des antisexistischen Infoladens am 30/31.Oktober

Endlich! Der antisexistische Infoladen in Berlin Neukölln eröffnet und bietet seinen zukünftigen Nutzer_innen in seinen Räumlichkeiten Platz für Plenas & Treffen, Diskussionen & Veranstaltungen, Kaffeekränzchen, Lektüre, Internetzugang und vieles mehr.

Programm

30.10 18h Vorstellung des Ladens
Zur Idee, was bisher lief und wie es nun weitergeht.
mit anschließendem Gourmetdinner bei Kerzenschein

31.10 ab 14h rauchfreier „Nachmittag der offenen Tür“ zum Kennenlernen
und Vernetzen mit Kaffee & Kuchen, Büchertisch, vielen Infos und kleinen Überraschungen

ab 21h Performance & Konzerte:
golden diskó ship (experimental folk electronica)
Sookee (feminist rap)

Djanes:
bigL (music for Angels)
miro sonic (house, tekno)
plüschgeknister plüschgeknister(techno, house)
dado (elektro, minimal)
sigi pop (trash-hits)

Tagung: „Aufbrüche – feministische Aktion_en“ 9./10. Juli 2009 in Marburg

Das erste und einzige feministische Archiv in Marburg wird 20 Jahre!
Aus diesem Grund gibts eine Tagung in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg (Referat für Geschlechterpolitik), gender trouble – feministische frauenlesbenliste (FFLL) und dem Trauma im G-Werk. Gemeinsam soll über eine aktuelle feministische Ausrichtung in Theorie und Praxis diskutiert werden.
Am 9. / 10. Juli 2009
im: Café Trauma im G-Werk, Marburg

Denn: Feminismus ist aktueller denn je – und damit auch der Streit darüber.

Ziel der Tagung soll sein, aufzuzeigen, wo heute etwas passiert, wo (junge) feministische Menschen aktiv sind, welche neuen Aktions- und Organisationsformen es gibt und welche Rolle Medien für Organisation und Wahrnehmung einnehmen. Wo und mit welchen Ansprüchen positionieren sich heute Feminist_innen? Welche Formen des Aktionismus gibt es und wollen gelebt werden?
Mehr unter: www.feministischeaufbrueche.blogsport.de

Nach dem Auftakt am Donnerstag mit Sonja Eismann (Hg. Hot Topic und Missy Magazine) über „feministische Medien und Popfeminismus“ diskutieren wir mit Kathrin Ganz und Do Gerbig über „queerfeministische Kritiken neoliberaler Verhältnisse“. Um feministische Aktionen geht es bei Stephanie Müller mit „GRRRL Zines und Krachmacher- Kleider. Wenn Texte und Textilien zum Sprachrohr werden“. Melanie Groß wird mit „Geschlecht und Widerstand im Third Wave Feminism“ am Freitag das Finale der Vorträge bilden. Enden wird das Ganze mit einem Konzert (ex best friends) und queerfeministischer Party…denn Feminismus muss gefeiert werden!

Mehr Infos zu Programm und Referent_innen gibt’s hier: www.feministischeaufbrueche.blogsport.de