Archiv der Kategorie 'Termine'

3. Antisexistische Praxen-Konferenz

Vom 3. bis 5. Juli findet die Konferenz Antisexistische Praxen III in
Berlin statt. Hier wird es um Austausch und Reflektion von früheren,
aktuellen und zukünftigen antisexistischen Praxen gehen, um die
Auseinandersetzungen mit und Interventionen in den sexistischen
Normalzustand, um Umgang und Unterstützung bei sexualisierter
Gewalt, um die Verschränkung mit anderen Dominanzverhältnissen wie
Rassismus/ Weissein und Ableism sowie um Körperpolitiken. Die Konferenz
ist offen für alle Geschlechter.
Das Programm findet ihr unter

http://antisexist-perspectives.so36.net/ASP-Konf-Programm09.pdf

25. 02. 19h Wien // Veranstaltung des asb.berlin

Die Diskussion um Sexismus und sexuelle Gewalt in der Linken hat Trendphasen und dann wieder eine schwächere Konjunktur. Nicht selten hängt Aufschwung und Abstieg der Debattenfreudigkeit mit einem aktuellen Fall von Sexismus oder sexueller Gewalt zusammen. Jedoch zeigt sich dabei immer wieder, dass diese Auseinandersetzungen einer relativ großen Unsicherheit aufgrund fehlender politischer Standarts gegenüberstehen. Fernab dieser konkreten Aufhänger wollen wir deshalb grundsätzlich über eine antisexistische Praxis diskutieren.

Das Antisexismusbündnis Berlin ist ein Zusammenschluss mehrerer regionaler Gruppen, die seit nun mehr vier Jahren versuchen den Themenkomplex Sexismus und sexuelle Gewalt kontinuierlich als gleichwertiges Diskurs- und Praxisfeld in der Linken zu etablieren.
Einige Vertreterinnen des Bündnisses wollen heute das ASB und ihre neue Broschüre vorstellen und sich mit euch über eine antisexistische Politik, Betroffenenunterstützung und den status quo austauschen. Dabei soll es aber auch um einen Erfahrungsaustausch antisexistischer Praxen in linken Räumen gehen; welche Probleme dabei immer wieder auftauchen, welche Strategien im Umgang damit möglich sind und wie gegen hartnäckige und verkrustete sexistische Strukturen angekämpft werden kann.
Da mit Sicherheit auch ihr zu diesem Thema aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen könnt, freuen wir uns auf eine interessante Diskussion.

mittwoch // 25.02. // 20h // que[e]r // Wipplingerstrasse 23 // Wien

Feministischer Salon – Montag, 08.12.08, 19.30

Feministischer Salon
Selbstbestimmung und radikale Gesellschaftskritik?
Zur Aktualität des Kampfes um den §218
Montag, 08.12.08, 19.30 Uhr
WirrWarr, Dieffenbachstr. 36, 2.HH
U8 Schönleinstrasse

Der Kampf um das Recht auf Abtreibung hat in den 70ern viele Frauen bewegt und auf die Straße gebracht – Die „Wir haben abgetrieben!“-Kampagne wird sogar oft als Beginn der Neuen Frauenbewegung wahrgenommen. Aus welchen Diskussionen hat sich damals die Fokussierung auf den §218 ergeben? Welche Gesellschaftsentwürfe lagen den Aktionen zu Grunde, auch gerade in Abgrenzung zu einer bürgerlichen Interessenvertretung? Welche Bezüge zu anderen Themen der Frauenbewegungen gab es, etwa zur Hausarbeitsdebatte? Welche Bündnisse wurden geschlossen?

Wie stellt sich eine linke emanzipatorische Frauenbewegung eine Gesellschaft für alle vor – jenseits des Individualismus der neuen F-Klasse?
Im Gespräch mit Gisela Notz wollen wir diesen Fragen nachgehen, um so auch die Situation heute zu beleuchten.

Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin, Autorin (u.a. „Warum flog die Tomate? Die autonomen Frauenbewegungen der 70er Jahre“) und Vorsitzende von pro familia e.V.
ak linker feminismus

Demo für mehr Respekt in Berlin-Hellersdorf

Demo für mehr Respekt in Hellersdorf

Angriff in Hellersdorf:
Am Montagabend, den 27.10., wurden am U-Bhf. Kaulsdorf-Nord zwei Menschen zu Boden geschlagen, getreten und beschimpft, weil sie offenbar nicht einem heteronormativen Weltbild entsprochen haben!

Hintergrund: u.a.
www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/lesben-mit-farbe-attackiert/
(TAZ vom 29.10.2008)

Dass dies kein Einzefall ist, muss nicht lang erklärt werden. Auch Hellersdorf reiht sich in die homophobe Normalität ein: So wurde erst am 11.05.2008 eine bisexuell-orientierte Frau an der Kreuzung Cecilienstraße/Lilly-Braun-Straße am selben Ort von drei Unbekannten angegriffen. Die Drei, unter denen sich eine mit Thor Steinar bekleidete Person befindet, bezeichneten die Betroffene zunächst als “Frauenklauerin” und als “Lesbe”. Im Anschluss schlugen sie Ihr ins Gesicht und traten auf sie ein. Die Angegriffene konnte sich in eine nahegelegene Kneipe flüchten. Maneo registriert laut dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg jährlich zwischen 200 und 300 Fälle. Wie hoch die Dunkelziffer solcher Angriffe ist, vermag wohl niemand zu sagen. Bände spricht jedoch die Einschätzung des Schwulen Überfalltelefons Berlin, wonach 90 Prozent der Taten von den Betroffenen nicht angezeigt würden.
Wir alle sind aufgerufen ein Zeichen gegen Diskriminierung jeglicher Art zu setzen!!! Denn wir wollen und können nicht dulden, dass Menschen, die nicht der Heteronormativität entsprechen, diskriminiert und attackiert werden!

Treffpunkt: Samstag, den 1.11.08 – 14 Uhr – U-Bhf. Kaulsdorf­Nord (U 5)
Homo- und Transphobie entgegentreten!

Pressemitteilung des Queer-Referates des AStA der ASFH: asta.asfh-berlin.de/index.php

Pro-Life und christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_in

08.10.2008, 19.00 Uhr, K9 (Kinzigstraße 9, Berlin-Friedrichshain)

In einigen Staaten sind Pro-Lifer wahrnehmbarer Teil gesellschaftlicher Debatten. Ihr Handeln hat dort einen negativen Einfluss auf das Leben und Wohlergehen von Schwangeren, zudem üben sie einen wahrnehmbare Wirkung auf politische Debatten um und die Praxis von Schwangerschaftsabbrüchen aus. Sarah Diehl, Autorin, Journalistin und Herausgeberin (u.a. “Deproduktion: Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext”) und Filmemacherin (Abortion Democracy), wird über die Themen, ideologischen Hintergründe, organisationellen Vernetzungen und das Vorgehen von Pro-Lifern im internationalen Kontext berichten.

mehr: http://no218nofundis.wordpress.com/

Preview: Abortion Democracy

17.09.08 19.00 Uhr K9 (Kinzigstr. 9, Berlin-Friedrichshain)

Um unsere Proteste gegen den Aufmarsch der christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen inhaltlich zu verorten, zeigen wir eine Preview des Films Abortion Democracy (in englischer Sprache) von Sarah Diehl über die Realität von Schwangerschaftsabbrüchen in Polen und Südafrika. In Südafrika wurden nach der Apartheid Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisiert, während in Polen nach 1990 Abtreibungen kriminialisiert wurden. Zudem werden wir kurz über den christlichen Fundamentalismus in Deutschland berichten.

http://www.abortion-democracy.de/

Kundgebung: “Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus”

Kundgebung: “Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus”
Am 20.09.2008, 11.30 Uhr auf dem Platz vor dem Roten Rathaus
(Berlin, Neptunbrunnen)

Für den 20. September 2008 mobilisieren der Bundesverband Lebensrecht und einige andere Organisationen zu einem „Schweigemarsch” mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben”. Wir rufen dazu auf, diesem laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten.

Die beteiligten Gruppen dieses „Schweigemarsches” bezeichnen sich als Lebenschützerinnen und Lebensschützer, bekannter sind sie unter „Pro Life”. Dabei geht es ihnen auf der Grundlage eines christlich-fundamentalistischen Weltbildes um das Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen. Sie sprechen allen Frauen das Recht ab, über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie lehnen jeden Schwangerschaftsabbruch als „vorgeburtliche Kindstötung” ab. Statistisch unhaltbare Angaben über die Anzahl der Abtreibungen in Deutschland sowie die von Lebensschützer_innen erfundene Krankheit „Post-Abortion-Syndrom” sollen Frauen moralisch unter Druck setzen und einschüchtern, sowie den Staat dazu bringen, die Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch weiter einzuschränken.

Im Gegensatz zu einer verbreiteten Meinung ist Schwangerschaftsabbruch in Deutschland weiterhin eine Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. So z.B. wenn Embryo oder Frau medizinisch bzw. gesellschaftlich nicht den körperlichen oder geistigen Normen entsprechen – diese Regelung kann als Form der Eugenik angesehen werden. Nachdem 1995 der §218 im Strafgesetzbuch letztmalig neu geregelt wurde, brach die Debatte um Abtreibung in Deutschland ab. Wir fordern hingegen weiterhin, dass jede Frau selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden kann. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Abtreibungen kein gesundheitliches, rechtliches oder ökonomisches Problem für Frauen darstellen und ohne Eingriff oder die Belehrung des Staates und der Angst vor dem moralischen Stigma zugänglich sind.

Die so genannten Lebensschützer_innen sind Teil des christlichen Fundamentalismus in Deutschland. Wie alle religiösen Fundamentalismen arbeiten auch sie hin auf eine gesellschaftliche Dominanz ihrer Dogmen, etwa Familienzentriertheit, Heterosexualität, Schicksals- und Obrigkeitsergebenheit. Ihr diesjähriger Auftritt in Berlin gewinnt auch deshalb an Relevanz, weil er von der im Januar 2008 gegründeten AUF-Partei (Arbeit, Umwelt und Familie) unterstützt wird. Sie will mit Großkampagnen nach dem Vorbild christlicher Fundamentalist_innen in den USA, Südamerika und Afrika auftreten. In den USA beinhalten die „Kampagnen” unter anderem Blockaden von Kliniken, aber auch gewalttätige Übergriffe gegen sowohl Ärzt_innen als auch Frauen, die abtreiben wollen. Auch in Deutschland und Österreich werden Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, heute bereits durch „Gehsteigberatung” eingeschüchtert und bedrängt und Ärzt_innen als „Massentöter” diffamiert. Der „Schweigemarsch” in Berlin wird der erste öffentliche Auftritt für die AUF-Partei sein.

Weder christliche Moralvorstellungen noch staatliche Zugriffe dürfen über das Leben und die Körper von Menschen bestimmen.

Deshalb rufen wir dazu auf, die Inszenierung der sog. Lebensschützer_innen als „Schweige- und Trauermarsch” (dunkle Kleidung und weiße Kreuze) zu stören (bunte Kleidung und emanzipatorische Sprüche).

Aufrufer_innen:

a.g. gender-killer, ak linker feminismus, ANA – autonome Antifa Neukölln, Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost [ABSO], Antisexismusbündnis Berlin, Antisexistische Praxen-Konferenz II, f.a.q. antisexistischer Infoladen, feministische FrauenLesbenListe FU Berlin, Forschungsgruppe Christlicher Fundamentalismus, Frauen- und Queer-Referate AStA TU Berlin, GAP Berlin, LISA 2 Marburg, LAK Shalom Berlin der Linksjugend [’solid], pro familia (Landesverband Berlin), Schwarzer Kanal

Den Aufruf zum ausdrucken und weiterverteilen findet ihr wie alle weiteren Informationen bei: http://no218nofundis.wordpress.com/

AS.ISM_3 RELEASE!

Strike! Eine neue Broschüre des Antisexismusbündnis Berlin ist draußen. Mit der Unterstützung zahlreicher Gruppen haben wir eine drittes AS.ISM-Heft herausgeben können. Und nach dem ganzen Stress wollen wir jetzt erst mal feiern und zwar am kommenden Freitag mit euch in der Köpi.

AS.ISM_3 RELEASE

freitag // 25.7 // köpi // 23h

::::bitchbrothers::::fischer+skamrahl::::

ReleasePartyFlyer_hinten
ReleasePartyFlyer_vorn

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